Die Aufgaben

Die konsequente Neuausrichtung der Bundeswehr auf die wahrscheinlichsten Einsätze einschließlich des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus erfordert ein angepasstes Fähigkeitsprofil der Streitkräfte, das sechs miteinander verzahnte Fähigkeitskategorien umfasst. Diese sind in der Konzeption der Bundeswehr beschrieben.

Eine dieser Fähigkeitskategorien ist Nachrichtengewinnung und Aufklärung (NG&A). NG&A ist eine streitkräftegemeinsame Aufgabe, die erst durch das Zusammenwirken verschiedener Systeme in einem Verbund ihre volle Wirksamkeit entfalten und damit ein umfassendes, aktuelles Lagebild liefern kann. Die Kräfte zur NG&A gewinnen und erfassen dabei weltweit Informationen und Nachrichten zur Lage in Interessen-, Krisen und Einsatzgebieten, werten diese aus und stellen sie lageabhängig, auftragsbezogen und bedarfsgerecht im streitkräftegemeinsamen Verbund NG&A bereit.

Die Heeresaufklärungstruppe ist der wesentliche Träger der Aufklärung des Heeres. Ihre Kräfte und Mittel sind so ausgewählt, dass sie den Informationsbedarf des Truppenführers decken und ein umfassendes, möglichst lückenloses Lagebild ermöglichen. Dabei kann sie auch Aufklärungsergebnisse anderer Aufklärungsmittel ergänzen, vertiefen oder verifizieren. Sie trägt damit auch in erheblichem Maße zum Schutz der Kräfte in den Einsatzgebieten bei.

Die Bataillone der Heeresaufklärungstruppe führen im gesamten Aufgabenspektrum der Streitkräfte bodengebundene Spähaufklärung, luftgestützte unbemannte abbildende Lageaufklärung und Gefechtsfeldradaraufklärung sowie Aufklärung mittels Feldnachrichtenkräften und leichten abgesessenen Aufklärungskräften durch.