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Aufklärungsdrohne ALADIN
05.11.2005 von w.schmid

ALADIN ist der "kleine Bruder" des bewährten Systems LUNA. Dieses Miniatur-Überwachungssystem wurde speziell für den tragbaren Einsatz entwickelt. Es wird bis zu einer Entfernung von 5 km für Aufklärung, Identifizierung und Ortung in Echtzeit verwendet.


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Aufbauend auf den Erkenntnissen der Erprobung LUNA X 2000 erprobte das Dezernat Weiterentwicklung PzAufkl an der Panzertruppenschule seit Anfang 2002 ein kleineres luftgestütztes Aufklärungssystem, das dem Spähtrupp zur Aufklärung in seinem Nahbereich dienen soll: die Minidrohne ALADIN.

Dieses Fluggerät wurde noch im Jahr 2002 einer ersten Erprobung an der Panzertruppenschule unterzogen. Mit Erfolg: Inzwischen ist das Gerät im internationalen Einsatz, so z.B. in Afghanistan.

Die Deutsche Bundeswehr hat insgesamt 115 ALADIN Drohnensysteme bei EMT bestellt, um ihre Heeres-Einsatztruppen mit kleinen, leistungsstarken Aufklärungsdrohnen auszurüsten. Die Auslieferung beginnt ab August 2005.

Die optionale IR-Version für Nachtaufklärung ist Ende des Jahres 2005 verfügbar.

Erfolgreich im Einsatz


[ALADIN-Trupp in Afghanistan 2004. Foto: http://www.drohnen.de]

Wegen seiner einfache Bedienung wie Handstart und Sacklandung, sowie eine miniaturisierte Bodenstation im Kofferformat ist dieses System besonders für den schnellen Einsatz vor Ort konzipiert. Einsatzbereiche sind Aufklärung , Überwachung, Identifizierung und Ortung, Zielerkennung.

Das vollständige System besteht aus einer Bodenkontrollstation sowie dem Fluggerät selbst. Sie ist innerhalb von 5 Minuten einsatzbereit. Die Aufklärungsdrohne wird von Hand gestartet. Die Steuerung erfolgt dann autonom per eingebautem GPS-Empfänger auf festgelegtem Flugweg. Der Benutzer ist in der Lage, den Flug durch die Funktionen "Überflug" und "Kreisen" zu beeinflussen. Die Videodaten werden in Echtzeit übertragen und auf DV-Kassetten gespeichert.



Aufklärungsdrohne ALADIN
Technische Daten


  • Packmaße im Transportbehälter 60 x 30 x 40 cm
  • Abfluggewicht ca. 3 kg
  • Missionsradius über 5 km mit Video-/Telemetrie-Richtfunkverbindung in Echtzeit
  • Flugzeit mehr als 45 Minuten
  • Flughöhe 30 bis > 200 m über Grund
  • Geschwindigkeit 45 bis 90 km/h
  • Autonomer oder manueller Flugbetrieb.
  • Austauschbare Sensornutzlast
  • Digitaler Autopilot
  • Handstart und autonome Sacklandung.
  • Sehr niedrige Signaturen (Elektroantrieb)
  • Wiederverwendbar

  • Bodenkontrollstation tragbar
  • Digitale Kartenanzeige in 2D oder 3D
  • Autonome Geländehindernis Kontrolle
  • Missionsplanung und Flugsteuerung
  • Bildauswertung und Speicherung.Miniaturisiert, tragbar
  • Robuste Komponenten

    Quelle: EMT, Penzberg


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