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Transformation und Stationierungskonzept 2010
05.11.2005 von w.schmid

Die gestiegenen Anforderungen an die Bundeswehr haben eine tiefgreifende Reform von Streitkräften und Verwaltung unvermeidlich gemacht. Das übergeordnete Ziel aller Anstrengungen sind einsatzbereite Streitkräfte, die den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen sind.

Hierzu ist im Jahr 2003 ein umfassender Transformationsprozess begonnen worden. Mit den Verteidigungspolitischen Richtlinien vom 21. Mai 2003 wurde der Auftrag der Bundeswehr an die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen angepasst und das Aufgabenspektrum neu gewichtet.

Hieraus abgeleitet hat der Bundesverteidigungsminister mit meiner Weisung zur Weiterentwicklung der Bundeswehr vom 1. Oktober 2003 den künftigen Umfang und das Fähigkeitsprofil vorgegeben sowie alle bisherigen Bestimmungsgrößen einer umfassenden Überprüfung unterziehen lassen.

Die Ergebnisse finden ihren Niederschlag in der neuen Konzeption der Bundeswehr. Deren wesentliche Inhalte sind mit der Broschüre "Grundzüge der Konzeption der Bundeswehr" auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Eine der wichtigsten Dimensionen der Transformation ist die Umstrukturierung der Streitkräfte und des zivilen Bereichs entsprechend dem veränderten Aufgabenspektrum. Dies führt zwangsläufig auch zu einer Veränderung der Stationierung. Verlegungen und Neuaufstellungen von Einheiten und Dienststellen, aber auch Standortschließungen sind daher die Folge.

Der zukünftige Grundumfang der Bundeswehr liegt bei 252.500 Soldatinnen und Soldaten. Er setzt sich aus 195.000 Berufs- und Zeitsoldaten, 25.000 freiwillig zusätzlich Wehrdienst Leistenden und 30.000 Grundwehrdienstleistenden sowie 2.500 wehrübenden Reservistinnen und Reservisten (Wehrübungsplätze) zusammen. Er beinhaltet 39.000 Planstellen für in Ausbildung befindliche Soldatinnen und Soldaten.

Die Eingreifkräfte werden 35.000, die Stabilisierungskräfte 70.000 und die Unterstützungskräfte 106.000 Soldatinnen und Soldaten umfassen. Für die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind 75.000 Stellen vorgesehen, deren Zuordnung zu den Organisationsbereichen noch erfolgen wird. Diese Zielgrößen werden bis zum Jahr 2010 erreicht.


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