Artikel » Technik » Die Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung des SpähW Fennek Artikel-Infos
   

Die Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung des SpähW Fennek
05.11.2005 von w.schmid

Der Spähwagen FENNEK, der mit einer Granatmaschinenwaffe 40x53 mm oder einem Maschinengewehr bewaffnet ist, ist so konzipiert, daß er folgende Subsysteme aufnehmen kann:

Beobachtungs-und Aufklärungsausstattung (BAA)

Die Beobachtungs- und Aufklärungsausstattung (BAA) ist das Herzstück des Spähwagens und befindet sich auf dem neuesten Stand der elektronischen und optronischen Technik. Sie umfaßt ein Wärmebildkamera der zweiten Generation für eingeschränkte Sicht, eine Tagsicht-CCD-Kamera und einen augensicheren Laserentfernungsmesser. Ihre volle Leistungsfähigkeit entfaltet sie erst im Verbund mit dem Führungs- und Waffeneinsatzsystem der Panzeraufklärungstruppe DIFA (Daten-, Informations- und Führungsverbund Aufklärung).

Die BAA besteht aus einem Sensorkopf, der auf einem ausfahrbaren Mast oder Stativ montiert ist, einer beweglichen Sensorplattform und einer abgesetzten Kontroll- und Anzeigeeinheit. Damit ist auch eine ferngesteuerte Bedienung aus der Deckung heraus möglich.

Der Sensorkopf beinhaltet die Komponenten:

  • Wärmebildgerät: Es wird das WBG OPHELIOS eingesetzt mit einer Spektralbreite von 7,5-10,5 MikroMetern mit 96 x 4 Detektorelementen,
  • CCD-Kamera mit hoher Auflösung und Zoom-Objektiv,
  • RAMAN-Laserentfernungsmesser.

    Die Sehfelder vom Wärmebildgerät und CCD-Kamera sind durch rastbare Positionen des Tagessicht-Zooms identisch einstellbar.

    Ziele wie z. B. Hubschrauber können bis zu einer Entfernung von ca. 10 km erkannt werden und bis ca. 2000 m detektiert werden. Die Sensorplattform ist ferngesteuert in Elevation und Azimuth drehbar.

    Die Kontroll- und Anzeigeeinheit beinhaltet den Monitor, ein Bedienpanel, einen Joystick zur Steuerung der Sensorbewegung und der verschiedenen Sensoren sowie die gesamte Verarbeitungselektronik.

    Bodensensorausstattung Ortung und Identifizierung (BSA)

    Der Spähtruppführer verwendet die BSA zur Überwachung von Straßen und Geländepunkten, die er nicht einsehen kann. Die BSA kann Fahrzeuge entdecken, ihre Anzahl, Geschwindigkeit und Bewegungsrichtung erkennen und die gängigen Typen der Kampf- und Kampfunterstützungsfahrzeuge identifizieren. Der Spähtrupp soll bis zu sechs Sensoren verlegen können, die ihre Aufklärungsergebnisse bis zu 10 km weit übertragen.


    Mini-Drohne ALADIN

    Inzwischen im Einsatz ist ALADIN, eine kleine Drohne, die dem Spähtrupp zur Nahaufklärung dienen soll. Das Fluggerät startet wie ein Modellflugzeug aus der Hand und hat eine Reichweite von rund 6000 Metern. Flugführung und Landung erfolgen autonom.


  • Druckansicht   druckbare Version anzeigen
    Seite empfehlen   Artikel empfehlen
    0 Kommentar(e)   kommentieren
     
    Wertung ø 6,00
    1 Stimme(n)
    Seitenanfang nach oben