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Artilleriebeobachtungsradar COBRA
26.01.2006 von w.schmid

Am 19. Januar 2006 wurde an der Artillerieschule Idar-Oberstein das Artillerieaufklärungsradar COBRA der Artillerietruppe offiziell übergeben. Insgesamt sollen 12 Systeme angeschafft werden.

COBRA kann bei einer Reichweite bis 40 km und in einem Sektor von 90° feuernde Rohrartillerie und Mörser sowie Raketenartillerie mit großer Genauigkeit orten und klassifizieren. Das Ultrabreitbandradar erzielt bei 94 GHz die weltweit höchste Auflösung von 3,5 cm.

Auch im Neuen Heer ist die Artillerie wesentlicher Träger der Feuerunterstützung, des Kampfes mit Feuer und der Aufklärung im gesamten Aufgabenspektrum.

Als Voraussetzung für abstandsfähige, präzise indirekte Wirkung ist die Fähigkeit zur Ziel- und Wirkungsaufklärung in Echtzeit, unter allen Wetterbedingungen, bei Tag und Nacht, flächendeckend und zielidentifizierend bis in die Tiefe des Verantwortungsbereiches erforderlich.

Eng mit den Wirkmitteln verknüpft ist ein Mix unterschiedlicher, abstandsfähiger, penetrierender und abbildender Sensoren erforderlich, die sich gegenseitig ergänzen. Neben den bodengebundenen, den passiven und luftgestützten Aufklärungsmitteln bildet die Radaraufklärung eine entscheidende Komponente im Sensormix. Mit der Einführung des Artillerieortungsgerätes COBRA wird diese Komponente bereitgestellt. COBRA ist in das Führungs- und Waffeneinsatzsystem ADLER eingebunden und stellt somit einen reaktionsschnellen "Sensor to shooter-link" sicher.

COBRA erfüllt hochleistungsfähig die klassische Rolle im Rahmen der Aufklärung, Ortung und zeitverzugslosen Bekämpfung gegnerischer bodengebundener, indirekter Feuerunterstützungssysteme. Der Einsatz des Systems ist aber auch zum Schutz eigener Kräfte in anderen Szenarien vorstellbar.

Mehr Informationen: http://www.danmil.de/COBRA.html


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