Spähpanzer Ru 251 (Prototyp)

Der leichte Spähpanzer Ru 251 wurde anfangs der 1960er-Jahre ausschließlich als Aufklärungsfahrzeug entwickelt. Der Panzer sollte den veralteten M41 Walker Bulldog aus US-amerikanischer Produktion ersetzen, der in den Panzeraufklärungsbataillonen der Bundeswehr eingesetzt wurde.

Ein Programm zur Neuentwicklung eines leichten Panzers wurde 1960 in die Wege geleitet. Es war wichtig, dass der neue Panzer eine ausgezeichnete Mobilität und genügend Feuerkraft besitzen sollte, um die Standardpanzer der Sowjetunion bekämpfen zu können.

Der Ru 251 wurde auf der Basis des Kanonenjagdpanzer 4-5 entwickelt und teilte daher einige Komponenten, war aber eine Laufrolle länger. Der Ru 251 wurde mit einem gegossenen, drehbaren Turm ausgestattet, der der Turm-Version des deutschen Europanzer-Prototyps ähnelte. Bewaffnet wurde der Panzer mit der 90 mm Rheinmetall BK 90 DM1-Kanone des Kanonenjagpanzers 4-5, der deutschen Version der amerikanischen 90 mm M36-Kanone des M47 Patton II. Ein Prototyp wurde 1963 gebaut, vermutlich gefolgt von einem weiteren 1964.

Der Ru 251 hatte mit dem 650-PS Dieselmotor bei 25 Tonnen eine bemerkenswerte Mobilität und Feuerkraft, besaß aber keinen nennenswerten Panzeschutz gegen Panzergranaten. 1964 unterlief der Prototyp Ru 251 intensive Einsatzerprobungen, jedoch wurde zur gleichen Zeit der Kampfpanzer Leopard mit der 105 mm-Kanone für die Serienproduktion vorbereitet.

Die Bundeswehr entschied sich gegen die Bestellung des RU 251 und führte statt dessen den Leopard 1 auch bei der Panzeraufklärungstruppe ein.

Ein Exemplar des RU 251 ist im Panzermuseum in Munster ausgestellt.

Fahrzeugdaten

  • Gewicht: 25,3 t
  • Abmessungen: 6.2 m x 3 m x 2.49 m
  • Panzerung: Wanne 25/20/8mm, Turm 20/20/20mm
  • Antrieb: Diesel 650 PS
  • max. Geschwindigkeit: 75 km/h +

Herausgeber von pzaufkl.de/heeresaufklärer.de. PzAufklAusbKp 3/2, 3./PzAufklBTl 2, BrigSpz 5, Hessisch Lichtenau. div. Wehrübungen. Letzter Dienstgrad Olt.d.R. (vorl.)

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